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German Television Proudly Presents. Die glorreichen „Rockpalast“-Jahre. Eine Hommage

Rockpalast-Moderator Albrecht Metzger

Am 23. Juli 1977 war plötzlich ein Mann im Fernsehen, der kam nachts auf die Bühne und sprach die magischen vier Worte: „Dschörmän Televischn praudii presents…“. Albrecht Metzger hieß er. Die erste „richtige“ Rockpalast-Nacht. Von da an hieß es: Wenn die war, dann war Ausnahmezustand. Das war unser Straßenfeger, nix Star Trek, nix Disco.

Das bedurfte umfänglicher Vorbereitungen. Schon Wochen vorher, wenn die ersten Gerüchte schwirrten, wer denn da so spielt, gab’s erregte Diskussionen, ob es denn das war, was wir hören und im Fernsehen sehen wollten. Im Fernsehen natürlich, das ging nicht anders, denn an live gucken war nicht zu denken. Kaum einer hatte ein Auto. Und 400 Kilometer weit zu einem „Gammlertreffen“ mit ungewissem Ausgang zu fahren, das hätten wir Bildungsbürgerkinder uns dann doch nicht getraut. Merkwürdig: Bis heute ist mir keiner begegnet, der je eine dieser legendären ersten Rockpalast-Nächte leibhaftig miterlebt hat. Weiterlesen

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»Tax the rich!« – rien ne va plus

Die deutsche Linke offenbart mittels dieser kulturell angeeigneten Forderung – weshalb die Sprache des Empire und nicht unsere lingua theodisca, werte Genoss*innen? – deren totalitäre Grundstrunzdämlichkeitsideologie: die der Nullsumme.

Plumper Populismus, der insbesonder bei unseren einschlägig vorbelasteten Landsleuten im Osten auf fruchtbaren Boden fällt, gepaart mit Machbarkeitshybris nebst Todessehnsucht. Man ist irgendwie neo-marxistisch halbgebildet oder gar nicht. Man weiß jedoch um die Zauberkraft der 6. Todsünde: Neid. Weiterlesen

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Meinungsfreiheit? Welche Meinungsfreiheit?

erstellt mit Chat GPT

Der Spiegel hat mal wieder eine Debatte um Meinungsfreiheit losgetreten. Allerdings krankt sie wie die Texte in dem Magazin aus der Sicht des Juristen an einem klassischen Problem.

Die Rechtswissenschaften bedienen sich nicht formaler Sprache sondern natürlicher. Dennoch handelt es sich bem Gebrauch der Umgangssprache in der Juristerei um Fachterminologie. Meinungsfreiheit bedeutet etwas ganz Bestimmtes unter Artikel 5 GG. Wobei das „-freiheit“ darin lediglich die Freiheit vor ungerechtfertigten Eingriffen des Staates bedeutet, nicht mehr. Weiterlesen

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Kriegsbegegnung am Dom

Foto des zerstörten Köln aus dem Andenkenladen eines alten Afghanen

Ein älterer Mann trifft auf ein noch älteren. Der hat seinen einzigen Sohn als Folge des Afghanistan-Kriegs verloren, der andere einen Bruder auch als späte Folge des Zweiten Weltkriegs. Auch die Traumata des Ukrainekriegs werden noch in Generationen wirken.

Ein kleiner Andenkenladen am Kölner Dom. Vor dem Schaufenster hängen, neben allerlei Nippes, Tischsets mit Fotos der kriegszerstörten rheinischen Kapitale von 1945. Ich bin auf dem Weg zum Bahnhof. Habe es eilig. Doch ich stutze, bleibe stehen, gehe hinein, um nachzusehen, ob es in dem Geschäft noch mehr solcher „An-Denken“ gibt. Weiterlesen

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Das dritte Auge. Eine KI-Kurzgeschichte

Illustration: Gemini

Für einen Text über KI suchte ich nach einer Geschichte, an die ich mich nur vage erinnerte, in der ein Mann verfügt, dass sein Gehirn und seine Augen nach seinem Tod in einem Glas am Leben erhalten werden, so dass er seine Frau stets überwachen kann. Es handelt sich, wie ich jetzt weiß, um die Kurzgeschichte „William and Mary“ von Roald Dahl. Da ich bei der Google-Suche jedoch weder Titel noch Autor, sondern nur Stichwörter angab, hat Gemini für mich in 30 Sekunden diese Kurzgeschichte geschrieben:

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Gegen christliche Nächstenliebe und Menschenrechte

Da sich gefühlt gerade jeder Arbeitsrechtler zur Kündigung einer AfD-Kandidatin in einem evangelischen Hospiz in Jever äußert, will ich nicht zurückstehen.

Martina Müller, so heißt sie. Man darf den Klarnamen verwenden. Sie hat das selbst öffentlich gemacht.

Leider erschöpft sich die allseits ausgebrochene Kaffeesatzleserei meist in allgemeinen Ausführungen zu den Freiheitsrechten der Arbeitnehmerin und dem Umfang, in dem Arbeitgeber außerdienstliches Verhalten arbeitsrechtlich heranziehen dürfen. Das lässt sich nachlesen etwa in der LTO, wo sich ein Professor sehr professoral dazu äußert.

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Antisemitismus: Wenn die Fuckparade mehr Haltung zeigt als der Rest der Berliner Kulturszene

Fuckparade 2006. Bild: Wikimedia

Die seit 1997 stattfindende „Fuck“-Technoparade“ ist eine Demonstration gegen Gentrifizierung, Mietsteigerungen, den Verdrängungsprozess von Subkulturen sowie für die Rechte von Free-Party-Veranstaltern. Schon 2024 hatte DJ Trauma XP/Martin Kliehm in einer Rede den Opfern und den von der Hamas festgehaltenen Geiseln des Nova-Festivals gedacht.

Auch in diesem Jahr hat die „Fuckparade“ bezüglich des immer stärker werdenden Antisemitismus in der Rave-Szene klar Stellung bezogen. Sie verurteilte auf ihrer Facebook-Seite den Juden- und Israelhass in der Szene und in Deutschland. Es wäre zu wünschen, dass sich mehr Leute aus der Kunst- und Kulturszene Berlins ebenso klare Worte finden. Weiterlesen

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Selenskyi: Auf Putins Spuren

Zunehmend autoritär: Wolodimir Selenskyi. Foto: Wikimedia

Der ukrainische Präsident und sein Apparat gehen immer härter gegen politische Gegner, Kritiker und Journalisten vor, die Korruption in seinem Umfeld nachgehen. Wie lange lässt die EU ihm das noch durchgehen? Von Boris Nemirovski

Die Ukraine blutet weiter. Auf Befehl des Kreml-Diktators werden ukrainische Städte und Dörfer Tag für Tag mit Raketen, Bomben und Drohnen angegriffen. Daneben setzt Russland seine zwar militärisch oft sinnlosen, aber oft tödlichen Vorstöße an der Front fort. Gleichzeitig übernimmt die ukrainische Staatsmacht Methoden des Feindes für die Innenpolitik.Die Opposition ist aus dem staatlich finanzierten Fernsehprogramm praktisch verdrängt, gegen ihre führenden Vertreter und andere Oppositionelle werden Sanktionen eingesetzt, deren Rechtmäßigkeit ernsthafte Fragen aufwirft. Und gegen investigative Journalisten, die allzu unangenehme Fragen stellen, setzt sich plötzlich die Mobilisierungsmaschinerie in Bewegung. Weiterlesen

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81 and still rockin‘: Ian Gillan (Deep Purple) in his own words

Am 19. August ist Ian Gillan 81 Jahre alt geworden. Seine Band hat Anfang Juli ein neues Album mit dem Titel „Splat!“ veröffentlicht. Die laufende Welttournee umfasst nahezu 100 Konzerte. Gillan ist zwar „nur“ einer von vier Sängern, die der Band seit ihrer Gründung vor 58 Jahren vorstanden. Aber für Gläubige der Holy Church Of Deep Purple ist er der Sänger, kein anderer.

Interviews  mit ihm (die ich leider immer nur am Telefon führte) waren für mich immer mehr als Frage-Antwort-Spielchen, sondern ein Quell höchster Weisheit und Vergnügens. Musik-Debatten, die man sonst nur im Freundeskreis bei gutem Wein führt. Weiterlesen

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Das ewige Israel und wir

Davin Ben Gurion proklamiert am 14. Mai 1948 den modernen Staat Israel

Deutsche haben keinerlei Grund, mit Verachtung auf den jüdischen Staat und Juden zu schauen. Nicht nur wegen der NS-Vergangenheit. – Ein im Dezember 2023 nach dem Terrorüberfall der Hamas und dem Beginn des Gazakriegs geschriebener Text, der weiter gilt.

Was ist ein großer Unterschied zwischen Deutschland und Israel? Vor rund 3000 Jahren, als Juden in das Gebiet einwanderten, das sie Judäa und Samaria nannten und das Volk und das Königreich Israel bildeten, gab es kein Land der Deutschen. In dem Gebiet, das Cäsar Germania benannte, lebten germanische Stämme mit verschiedenen Sprachen und niedrigen Kulturen, die andere Volksstämme überfielen. Erst 1871 wurde das deutsche Kaiserreich gegründet, 1933 das Dritte Reich. Beide entfachten Weltkriege. Israel hat noch keinen Krieg von sich aus begonnen. Weiterlesen

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Migranten: Der Graben gegenseitiger Unkenntnis

Diesen skeptischen Essay über die Mühen der Integration schrieb ich im September 2015, kurz nach Beginn der großen Flüchtlingswelle und Merkels schon damals verfehltem „Wir schaffen das“. Geändert hat sich seitdem wenig.

Im Deutschkurs lernen Asylbewerber, wie sie im Supermarkt einkaufen, was eine Duldung ist und wie ein Putzmann arbeitet. Sie lernen nichts über Demokratie und Pluralität, über lebendige Beziehungen und Kompromisse. Guter Unterricht funktioniert aber nur als demokratischer Unterricht. Gedanken einer Deutschlehrerin im Flüchtlingshaus. Weiterlesen

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