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Trinität und Pietät

Die Dreifaltigkeit mit der Weltkugel – Gott Vater, der Sohn Jesus Christus, über ihnen schwebend der Hl Geist. Ikone von Elias Moskos oder Michail Damaskinos, 16. Jh. Quelle: Wikimedia

Vorbemerkung: „Werter Hr. Rothschild, wie kriegt man es als Rabbi hin, die Vorahnungen in der Tora über die Trinität des Herrn abzulehnen, Gen 1,1-3, Gen 1,26, aber an des ‚Herrn‘ Stimme aus einem ‚brennenden Dornbusch‘ zu glauben?“ So hat ein Leser auf meinen ersten Beitrag zu Ostern und Pessach gefragt. Hier die Antwort des Rabbiners.

Was ist der Unterschied zwischen Trinität und Pietät?

Die Trinitätslehre ist besonders wichtig für Christen, die Gott und den Sohn Gottes theologisch gesehen auf einer Stufe stehen sehen wollen und den „Heiligen Geist“, der beispielsweise die Jünger an Pfingstern inspirierte, als Teil Gottes – etwa als Gottes Stimme – oder als eigenständiges Wesen innerhalb der Gottheit charakterisieren. Aber wie soll ein Jude das verstehen? Weiterlesen

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Was skandalisieren wir heute?

 

Einhellige Kritik in den Medien an der Entscheidung des israelischen Parlaments, die Todesstrafe auf palästinensische Terroristen auszuweiten

Israelkritik ist ein beliebtes Hobby, besonders in Deutschland. Vielleicht, weil den Deutschen der Holocaust und damit die Basis für die Gründung des jüdischen Staates schwer auf dem Gewissen lastet. Denn: Ohne Israel Weltfrieden, soviel ist sicher. Oder?

Aber mal im Ernst: Seitdem die Hamas am 7. Oktober 2023 Israel überfallen und 1200 Bewohner – ganz überwiegend Zivilisten übrigens – hinterhältig massakriert hat, hat der Propagandakampf, in dem es darum geht, den Staat Israel zu delegitimieren, verstärkt an Fahrt aufgenommen.

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Der Staat ist der größte Krisengewinnler

An dieser Tankstelle griff der Benzinpreiswahnsinn voll durch. Foto: Hauke Eilers-Buchta

Seit heute gilt die neue 12-Uhr-Regel an den Tankstellen. Benzin und Diesel dürfen nur noch einmal pro Tag teurer werden, und zwar mittags. Preissenkungen bleiben jederzeit möglich. Die Bundesregierung verspricht sich davon mehr Transparenz und weniger hektische Preissprünge. Doch schon der erste Tag zeigt, wie begrenzt diese Hoffnung ist. ZDFheute berichtete am Mittwoch von einem deutlichen Preissprung von mehr als vier Cent zur Mittagszeit, mancherorts gab es Preissprünge von mehr als 20 Cent. Der ADAC hält ohnehin vor allem Veränderungen im Tagesverlauf für wahrscheinlich, nicht aber ein dauerhaft niedrigeres Preisniveau. Mit anderen Worten: Die Bühne wird neu dekoriert, das Stück bleibt dasselbe.

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Wer holt die Muslime aus ihren Ghettos?

Die Schriftstellerin und frühere Journalistin Safeta Obhodjas lebt seit 1992 in Deutschland. Foto: @ Claudia Taylor

Unsere Gastautorien, die aus Bosnien stammende Schriftstellerin Safeta Obhodjas, verzweifelt, weil viele Islam-Experten die Probleme bei der Integration von Muslimen zwar benennen, aber niemand sich zuständig fühlt, sie anzugehen.

Seit etlichen Jahren treten viele frei denkenden Menschen auf, die in der Medienlandschaft als kompetente Islam-Experten und Kenner der gesellschaftlichen Zerwürfnisse fungieren. Ihre Berichte und Analysen registrieren übereinstimmend eine auf der Strecke gebliebene Integration und fordern verstärkte Bemühungen. Sehr gefragt sind sie immer dann, wenn die Gesellschaft wieder einmal durch grausame Taten zugewanderter junger Männer erschüttert wird, seien es Terrorattacken oder Vergewaltigungen und Ermordungen junger deutschstämmiger Mädchen und Frauen, Krawalle in den Großstädten, Messerattacken, Tötungen usw. Weiterlesen

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Habermas oder Ratzinger? Eine Erinnerung aus aktuellem Anlass

Bild (c) Herder Verlag

Jürgen Habermas lebte lange genug, um eine Welt zu erleben, die sein Ideal eines vernunftgeleiteten, herrschaftsfreien Diskurses wie eine Diva ein altmodisches Kleid abgelegt hatte. Mehr als zwanzig Jahre zuvor allerdings hatte er im Dialog mit dem späteren Papst Joseph Ratzinger erlebt, vielleicht sogarzeigen wollen, dass die Vernunft gegen Dogmatiker machtlos ist.

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Dürfen Juden Terroristen töten oder nur Terroristen Juden?

Hinrichtung durch den Strang. Bild von ArtWithTammy auf Pixabay

Franz Josef Strauß forderte im „deutschen Herbst“ 1977, RAF-Mitglieder zu exekutieren. In muslimischen Staaten werden nicht nur Aufwiegler, sondern auch Ehebrecherinnen und vom Islam Abgefallene gesteinigt oder geköpft. Im Iran werden Gegner des Mullah-Regimes reihenweise an Kränen erhängt. Aber wenn das israelische Parlament ein Gesetz beschließt, das den Tod für terroristische Mörder vorsieht, ist die Hölle los.

Die Todesstrafe ist zurecht weltweit geächtet und im Grundgesetz verboten. Sie verstößt gegen das grundlegendste Menschenrecht: die Menschenwürde. Und gegen das Verbot grausamer, unmenschlicher Strafen. Der Staat wird, wo er sie vollstrecken lässt, selbst zum Mörder. Und doch gilt sie noch immer in vielen Ländern, auch in den meisten arabischen Staaten. Weiterlesen

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Die Linkspartei und Israel

KI-generiertes Symbolbild von Google Gemini

Wer in Kreisen sogenannter Kulturschaffender etwas auf sich hält, übt Kritik an Israel; in migrantischen, sprich muslimischen Milieus gilt dies ohnehin. Das Zauberwort in der Kultur- und Linksszene lautet derzeit „Antizionismus“. Der Begriff klingt weniger anstößig als dessen unschöner Verwandter Antisemitismus. Seit Kurzem hat dieser dezidierte Antizionismus in Deutschland auch eine politische Herberge: in der Partei „Die Linke“.

Deren niedersächsischer Landesverband erklärte sich jüngst mit nicht geringem Stolz zum „ersten antizionistischen Landesverband“ der Partei. Prominentestes Mitglied dort ist die Co-Vorsitzende der Bundestagsfraktion, Heidi Reichinnek. Doch was bedeutet Antizionismus eigentlich – und was geschieht derzeit bei den Linken?

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Die Bundesregierung macht einen Feind zum Freund

Syriens Machthaber Ahmed al-Sharaa. Official US State Department photo by Freddie Everett. Quelle: Wikemedia

Was sich gestern in Berlin abspielte, lässt uns fassungslos zurück: Ein Mann, der vor kurzem noch als Staatsfeind galt, wurde mit allen protokollarischen Ehren empfangen – Ahmed Al-Scharaa.

Der Weg vom führenden Al-Kaida-Terroristen zum Staatsgast vollzog sich in bemerkenswert kurzer Zeit. Eben noch als syrischer „Übergangspräsident“ bezeichnet, firmiert er nun in der Wortwahl der Bundesregierung schlicht als „Präsident“ – ohne jede demokratische Legitimation.

Schloss Bellevue. Kanzleramt. Händeschütteln. Lächeln. Kameras. Ein inszeniertes Schauspiel der Aufwertung – sichtbar für alle. Und doch wirkte es, als solle alles möglichst geräuschlos und zügig über die Bühne gehen. Weiterlesen

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Frohe Ostern??

Kreuzigung, Gemälde von Antonello da Messina, 1475, Königliches Museum Antwerpen. aus Wikimedia

Diese Woche finden sowohl das Pessachfest der Juden als auch das Osterfest der Christen statt. Beide bilden heute in weiten Teilen Europas religiöse Minderheiten. Doch bevor sie gänzlich verschwinden, lohnt es sich, einen Blick auf diese Frühlingsfeste zu werfen.

Pessach hatte und hat mehrere Bedeutungsebenen. Auf einer grundlegenden Ebene ist es eine Art, den Frühling zu feiern – die Wiedergeburt der Erde nach den Strapazen des Winters, das Erscheinen neuer grüner Triebe aus dem Boden, die Geburt einer neuen Tiergeneration, eine Gelegenheit, aufzuräumen und neu anzufangen. Die Tage werden länger, die Temperaturen steigen – all das ist Teil eines Kreislaufs, wird aber dennoch geschätzt. Weiterlesen

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Wenn alle dem „Opfer“ glauben wollen

Justizia mit verbundenen Augen und Waage – Sinnbild der unbeeinflussten Rechtsprechung. Bild von Clker-Free-Vector-Images auf Pixabay

Sexuell gequälte Frau – böser Mann: Eine solche Konstellation  ich selbst schon erlebt, bei einem engen Freund. Sogar verschärft: arme schwarze Frau – böser weißer Mann. Es endete beinahe mit einem fatalen Fehlurteil.

Der Freund kam am Abend zu mir, um bei mir zu übernachten. Er arbeitete bei einem Bildungsträger in Berlin und sollte in Hamburg eine Dependance aufbauen. An dem Tag hatte er nach einer Putzkraft gesucht, für einen 450-Euro-Job. Eine Frau aus Afrika habe sich vorgestellt, erzählte er. Sie sei aggressiv gewesen und habe zwischendurch mit ihrem Freund telefoniert. Danach sei es noch schlimmer geworden. Sie habe ihn massiv bedrängt, weil sie unbedingt den Job haben wollte, da sie Geld brauchte. Es sei ihm komisch vorgekommen, er habe eine andere Person angestellt. Weiterlesen

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Ein jüdisches Leben in Deutschland – „Irgendwann muss es auch mal gut sein“

Die Großmutter des Autors, Sarah Löwentraut – in Auschwitz ermordet. Foto: privat

Gerade sind in den USA Archives Unterlagen von NSdAP-Mitgliedern geöffnet worden. In Deutschland folgt in den sozialen Medien sofort der Reflex: Irgendwann muss es ja mal gut sein. Was haben wir damit zu tun?

Was wir damit zu tun haben: Hier stellvertretend ein jüdisches Leben in Deutschland. Ich bin Jahrgang 1960. Meine Mutter, Jahrgang 1925. Ihre Mutter, meine Großmutter Sarah Löwentraut wurde in Auschwitz ermordet. Ein Teil der Familie konnte nach Argentinien fliehen, der Kontakt brach in den vierziger Jahren ab.

Meine Mutter musste nach den Nürnberger Rassengesetzen als sogenannte Halbjüdin den Judenstern tragen, durfte nicht mehr zur höheren Schule gehen und war aus dem öffentlichen Leben ausgeschlossen. Sie hat irgendwann als Kind mal versucht, sich die Augen auszuwaschen. Braune Augen waren schlecht, blaue Augen waren gut. Die Folgen der Verfolgung begleiteten sie ein Leben lang: schweres psychosomatisches Asthma, Therapien ohne Erfolg. Nach dem Krieg blieb sie allein. Sie heiratete meinen späteren Vater – in eine große deutsche christliche Familie. Die Zustimmung bekam sie nur, weil der Patriarch sich schuldig fühlte: Er hatte Juden den Nazis ausgeliefert. Weiterlesen

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